Wächterkontrollsysteme (WKS)

Auf dieser Seite können Sie Funktionen sowie Anschaffungs- und Instandhaltungskosten aktueller Wächterkontrollsysteme miteinander vergleichen und etwas über die Geschichte und Entwicklung dieser Systeme erfahren. Unsere Cloud-Lösung für Sicherheitsdienstleister beinhaltet neben einem kompletten Einsatzplanungs- und abrechnungssystem ebenfalls ein auf Smartphones basierendes Wächterkontrollsystem. Beide System sind vollintegriert und für lediglich 99€ (zzgl. 19% USt.) pro Monat ohne jegliche Funktionseinschränkung nutzbar.

Zum Betrieb ist lediglich ein Android-Smartphone erforderlich, sodass auch mitarbeitereigene Geräte eingesetzt werden können. Auf einer Weltkarte sehen Sie live und in Echtzeit die Bewegungen Ihrer Mitarbeiter. Diese können die Einzelarbeitsplatzmeldungen mit dem WKS direkt an die Zentrale schicken. Auch haben Sie jederzeit online die Möglichkeit, einen Blick in die Wachberichte zu werfen. Die Erfassung von Stechstellen erfolgt kontaktlos über handelsübliche NFC-Tags. Die Smartphones senden bei der Betätigung der Stechstellen ihre aktuelle GPS-Position und können so feststellen, ob die Stechstelle an der korrekten Position eingelesen wurde.

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Marktübersicht

Geschichte

Zu den Aufgaben der frühen Nachtwächter gehörten der Schutz vor Diebstahl, Bränden und angreifenden Feinden. Dazu waren sie mit einem Horn ausgestattet, um mit lautem 'Tuten und Blasen' die Bürger zu warnen. Daher auch die Redewendung: "Der hat von Tuten und Blasen keine Ahnung". Auch der Brauch des Wachgesangs war damals weit verbreitet sowohl um Diebe und Vagabunden zu vertreiben als auch zur Dokumentation der Wachrundgänge. So konnte der Wächter der Bevölkerung beweisen, dass er seine Runden drehte und seinen Dienst erfüllte.

Bis Mitte des 16. Jahrhunderts war der Nachtwachdienst in vielen Städten des 'Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation' allgemeine Bürgerpflicht. Erst danach wurde die Nachtwache gegen Wachgeld eingeführt. So wurden beispielsweise zu Zeiten des 30jährigen Krieges in Stuttgart Turm- und Hochwächter sowie Scharwachen unter Führung von Offizieren der Bürgerkompanie eingesetzt.

Schon die alten Kirchturmuhren dienten unter anderem dazu, die Menschen der Stadt und des Dorfes an ihre weltlichen und religiösen Pflichten zu erinnern und den Tag zu strukturieren. Allerdings dokumentierten sie nicht, ob siche die Bürger oder die Wachmänner daran hielten. Ende des 18. Jahrhunderts vereinfachte - mutmaßlich - die Fabrik von 'Boultin und Watt' im englischen Birmingham die Dokumentationspflicht des Wachmanns und baute die erste Kontrolluhr. Diese benutzte als Basis eine Federzuguhr mit Pendel, jedoch waren die Mechanik und das Ziffernblatt für den Wachmann nicht zugänglich, um die Uhr sicher vor Manipulationen zu machen. Das Ziffernblatt trug an der umlaufenden Kante alle 15 Minuten einen beweglichen Metallstift. Zog der Wachmann an einem Hebel, versank der Metallstift, der gerade unter dem Hammer des Minutenzeigers saß, ins Innere des Gehäuses. Wenn der Wachmann nicht rechtzeitig an dem Hebel zog, konnte der Metallstift für die jeweilige Kontrollzeit nicht mehr versenkt werden. Am nächsten Morgen konnte man so kontrollieren, zu welchen Uhrzeiten der Wachmann die Kontrolluhr betätigt oder eben nicht betätigt hatte. Nachteilig an dieser Methode war, dass diese kostspieligen Uhren an jedem Kontrollpunkt stehen mussten und so pro Kontrollpunkt eine Uhr angeschafft werden musste.

Englische Tisch-Wächteruhr um 1840 von Thwaites & Reed, London. Die Metallstifte werden durch Drücken des Knopfes betätigt. Ein Exzenter drückt die Stifte kurz vor Beendigung des Ziffernblattumlaufes wieder nach außen.

Im frühen 19. Jahrhundert wurden Stimmen in der Bevölkerung laut, dass der Nachtwächter mit seinem Stundengesang und seinem Horn nicht mehr zeitgemäß sei und auch die Presse stritt über die Durchführung der nächtlichen Wachrundgänge. Damals spottete man, dass die Nachtwächter mit ihrem Geheul nur die Diebe warnten. Schlussendlich verschwand die Nachtwache ab 1875 aus dem Stadtbild und ihre Aufgaben wurden von der Polizei übernommen.

1901 kam der Geschäftsmann Fritz Salomon in Hannover auf die Idee, dass die Polizei nicht alle Aufgaben des Wachdienstes erfüllen könne und etablierte einen privaten Schließdienst, den gewerbliche und industrielle Kunden zu privaten Zwecken buchen konnten. Dieses Modell machte in immer mehr deutschen Städten Schule und setzte sich auf dem privaten Sektor letztlich durch. Mit dem neu organisierten Wachdienst, der eher lokal als flächendeckend agierte, hielt auch eine neue Technologie zur Dokumentation von Wachrunden Einzug: Die Wächter-Kontrolluhr.

Erfunden wurde die erste Wächter-Kontrolluhr mutmaßlich in England von Benjamin Thompson, der sie später nach München brachte. Dort war Thompson um 1797 mit der Leitung der Polizei betraut. Der damalige Polizeidirektor Anton Baumgartner könnte damals gerne auf Thompsons Ideen zurückgegriffen haben, um die Zeiten der Rundgänge seiner Polizisten zu kontrollieren. Diese so genannte 'Baumgartner-Uhr' funktionierte, indem der Beamte mit einer Pinzette aus der Uhr ein Anweisungskärtchen entnahm auf dem seine nächste Kontrollstelle notiert war. Am Zielort angekommen, warf er das Kärtchen in einen Kasten ein. Die Baumgartner-Uhr wurde damals als 'Polizeiuhr' bekannt, die für das Jahr 1801 auch historisch nachweisbar ist.

Ansicht einer Stechuhr um ca. 1990. Mit 'Tachoscheiben' zur automatischen, schriftlichen Protokollführung.

1855 gründete Johannes Bürk die 'Württembergische Uhrenfabrik' auf seiner Idee der tragbaren, mobilen Wächterkontrolluhr. Vor der Gründung arbeitete er als Ratschreiber in Schwenningen, wo ihm der Sicherheitsdienst unterstand. Er empfand die damals gängigen stationären Uhren als unzulänglich und konstruierte auf der Basis einer Taschenuhr mit integriertem Papierstreifen und verschiedenen Schlüsseln eine leichte, tragbare und sichere Dokumentationsmöglichkeit für Wachrundgänge. Bei diesem Modell hing an jeder Kontrollstelle ein Schlüssel, den man in die Uhr des Wachmanns einführte und drehte. Dabei wurden die aktuelle Uhrzeit und die Nummer des Schlüssels auf einen Papierstreifen gedruckt. Dem Papierstreifen konnte man dann die Dokumentation der Wachrunden entnehmen. Diese Art von Uhren wurde fast 100 Jahre lang hergestellt und bis 1996 vertrieben. Doch die 1980er kennzeichneten das Ende der mechanischen Wächterkontrollsysteme.

1982 stellte die Firma 'deister electronics GmbH' das erste elektronische Wächterkontrollsystem vor und reichte 1990 das erste berührungslose, vollelektronische System nach. Das Deister-System entwickelte sich schnell zum Marktführer und wird heute synonym für 'Wächterkontrollsysteme' verwendet. Im Laufe der 1990er und 2000er kamen weitere Anbieter für elektronische Wächterkontrollsysteme wie 'The Pipe' und 'GCS-Escorte' auf den Markt. Bei diesen Systemen wurde ein Magnetstreifen oder RFID-Chip an den Kontrollstellen im zu bewachenden Objekt angebracht. Der Wächter führte ein Gerät mit sich, mit dem er die eindeutigen Nummern der Stechstellen auslesen konnte. Das Gerät speicherte die Uhrzeit und die Nummer, ganz ähnlich der früheren Kontrolluhren. Die Einlese-Geräte wurden dann in zeitlichen Intervallen von der Einsatzleitung eingesammelt und per Computerschnittstelle eingelesen. Aus den eingelesen Daten wurden dann Nachweisdokumente für die bewachten Kunden erstellt.

Werksansicht der Bürck Orginal

Mit der weiten Verbreitung von Mobilfunkgeräten wurden die Wächterkontrollsysteme zunehmend mit mobiler Datenübertragung ausgestattet, sodass es nicht mehr nötig war die Geräte einzusammeln und an einen Computer anzuschließen. Neben einer leichteren Auswertbarkeit wurde so auch gewährleistet, dass die Dokumentation live vom Einsatzleiter, der NSL und dem Kunden live eingesehen werden konnte.

Mit der Vorstellung des iPhone 2007 veränderte Apple zahlreiche Industrien und so auch die der Wächterkontrollsysteme. Ab 2010 traten zunehmend Firmen auf den Plan, die Wächterkontrollsysteme zu sehr günstigen Preisen auf Smartphone-Basis anboten. Dabei wurde die Wirkweise der elektronischen Wächterkontrollsysteme übernommen und gleichzeitig der Preis sehr stark gesenkt, da Standard-Smartphones zu geringen Preisen statt proprietärer Elektronik verwendet werden konnten. Gleichzeitig wurde eigene Hardware für das Auslesen und/oder dem Empfang von Stechstellendaten überflüssig, da sämtliche Ereignisse per Internet auf Cloud-Servern gespeichert werden konnten. Basierend auf den Möglichkeiten der Smartphones und der modernen App-Entwicklung wurden die Wächterkontrollsysteme mit immer mehr Funktionen wie einem digitalen Wachbuch, Tourenplanung und vielen anderen, vormals schriftlich geführten Nachweissystemen ausgerüstet.

Weitere Informationen gibt es unter:
Kontrolluhren (deutsch)
Watchclocks (englisch)

Moderne elektronische Wächterkontrollsysteme auf Smartphone-Basis

Vergleich aktueller Wächterkontrollsysteme

Stand: 24. August 2015
Anbieter
Software
Hardware
Tags
Datenübertragung
Live
GPS
Online
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Software wartungsfrei
automatisches Backup
Preis Erstanschaffung
Preis pro Gerät
Preis pro Stechstelle
Kauf 10 Geräten / 500 KS
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Kosten für 5 Jahre
Quelle
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